Wulff Jupiter-Serie

Im Jahr 1959/60 erfolgte die endgültige "Elektrifizierung" der Spielautomaten bei Wulff. Die bisherigen mechanischen Automaten von Wulff waren sehr beliebt beim Publikum, doch eine Steigerung im Spielsystem für die Zukunft war nicht mehr möglich. Die Rondolux (1955) oder Jo-Jo (1959, Nachauflage des erfolgreichen Elektromat) erreichten nicht die Serienreife. Das erste elektromechanische Erfolgsgerät war der Bingolett von 1959 mit über 13.000 Einheiten. 1960 hatte Wulff mit dem Jupiter ein elektromechanisches Gegenstück zur Rotamint-Serie von NSM auf den Markt gebracht. Der Jupiter war etwas besonderes. Er hatte keine Scheiben (wie bei NSM) sondern symbolisierte Walzen (die Walzen wurden später zum Markensymbol von Wulff). Neu war auch ein Automatenthema, der Jupiter sollte den "Planetencharakter" des Glücksterns Jupiter unterstreichen. Von der technischen Seite hatte Wulff eine neue Plattform geschaffen, die 1972 ihren Höhepunkt hatte mit über 30.000 verkauften Monarch`s.

Zinkfraß

zinkpest1Fast jeder Sammler alter Spielautomaten kennt das Problem Zinkfraß / Zinkpest und ist erschrocken wie ein Sammlerstück schrittweise zerfallen kann. Im Bild links ist eine Schlageinrichtung von einen Fingerschlag Triumpf mit starken Zinkfraß zu sehen.
Alle Versuche, die von der "Zinkpest" angegriffenen Teile durch Einölen, Tauchlackieren oder sonstige Versiegelungen zu erhalten, sind zwecklos, denn: Der "Zinkfraß" ist eine Reaktion, die von innen heraus wirkt und von außen nicht aufzuhalten ist. Dennoch muss man nicht kapitulieren bei Zinkfraß, nach Kenntnis der Ursachen.

Groschenspiel ab 19.9.1953

zehnerNur noch Groschen in den Kassen

 Am 19. September 1953 trat das neue Spielautomatenrecht in Kraft

 
Die jetzt in Kraft getretene Neuregelung des Spielautomatenrechts, die das Groschenspiel wiedereinführt, beginnt mit einer am 15. November d. J. auslaufenden Übergangsregelung. Bis zu diesem Termin müssen alle zulassungspflichtigen Spielautomaten, die staatliche Münzen als Gewinn verausgaben, mit der neuen braunen (Geldspiel)-Zulassung ausgestattet sein.

Wulff Banditen I

rotomatIm April 1953 begann die einzigartige Story der mechanischen Wulff-Banditen von der Firma Günter Wulff, Berlin und sie war bis 1961 erfolgreich, auch außerhalb von Deutschland. Der erste Bandit war der Rotomat (der Name Rotomat wurde später eine Marke von Wulff), als Antwort auf den recht erfolgreichen Rotamint der Fa. NSM (elektrisches Drei Scheiben Gerät). Bei den Geräten der Rotomat-Serie änderte sich im Laufe der Zeit nicht viel. Bis auf den Namenszug, kleinen Verbesserungen an der Mechanik und Gerätegestaltung blieb bis zum Tip-Top im Jahre 1960/65 alles beim "Alten". Die Zahlenkombination auf den Walzen und somit die Gewinnmöglichkeiten sind von Gerät zu Gerät verschieden. Alle Geräte außer Rotomat und Orion verfügen über einen Starter/Bremse für eine Walze, beim Tivoli lassen sich sogar alle drei Walzen nachstarten. Einige hatten sogar ein Freispiel (Primus). Trotz der teilweise hohen Auflagen gibt es heute nur noch recht wenige dieser schönen Geräte. Das liegt zum einen daran das Wulff selber immer wieder abgelaufene Geräte mit in die nächste Generation einarbeitete oder umbaute. Aber auch andere Firmen kauften die gebrauchten Geräte den Aufstellern ab und nutzten Sie weiter bzw. bauten die Geräte um (z.B. Wolf, Nürnberg, gegründet von ehemaligen Wulff-Mitarbeitern?). Die Wulff- Banditen im einzelnen.

 

Der Triomat-Vergleich

Westautomaten GmbH verzichtet auf T R I O M A T - Umbau - Zulassung 

510 imgdas hatte zur Folge: kein Umbau, Ankauf, Tausch oder Verkauf aller bisherigen Gerätetypen der Wulff-Produktion, keine Auswertung der PTB-Zulassung, die Vorschaltung Dritter ist ausgeschlossen, aufgekaufte ROTOMAT müssen an die Firma Wulff verkauft werden.
Die Fachöffentlichkeit ist durch die von der Firma Günter W u l f f, Berlin, anlässlich der Frankfurter Messe gegen die Westautomaten G. m.b.H., Gelsenkirchen, erwirkte einstweilige Verfügung sowie durch die Veröffentlichungen und Anzeigen im AUTOMATEN-MARKT über den zwischen beiden Firmen anhängigen Rechtsstreit unterrichtet. Es erscheint deshalb notwendig, die Branche nun auch davon in Kenntnis zu setzen, dass dieser Streit durch einen am 8. Oktober 1955 vor dem Landgericht Berlin erklärten und inzwischen rechtskräftig gewordenen Verzicht der Westautomaten G. m. b. H. auf die Rechte aus der TRIOMAT - Umbau-Zulassung beendet worden ist.